SPD & Linke/mut bringen HAUSHALTSANTRÄGE für SPORT, WOHNEN, KLIMA und DASEINSVORSORGE ein  

Die Ausschussgemeinschaft SPD & Linke/mut hat zum Haushalt 2026 mehrere Anträge in den Landshuter Stadtrat eingebracht.

Ziel ist es, gezielt in soziale Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum, den Sportstandort sowie in nachhaltige Maßnahmen zur Klimaanpassung und Energieversorgung zu investieren. Fraktionsvorsitzende Anja König macht deutlich: „Ein Haushalt ist nicht nur bloßes Zahlenwerk, sondern eine politische Entscheidung. Wer heute nicht in Daseinsvorsorge, Wohnen und Sport investiert, zahlt morgen einen deutlich höheren Preis.“

Ein zentraler Antrag betrifft die Einhausung des 50-Meter-Schwimmerbeckens im Stadtbad Landshut. Durch ein Cabrio-Dach oder eine Traglufthalle soll das bisherige Freibadbecken auch während der Hallenbadsaison nutzbar werden. Hintergrund ist der steigende Bedarf an Wasserflächen durch Bevölkerungswachstum sowie der Wegfall früherer Schulbäder. Die Maßnahme würde insbesondere dem Schulschwimmen, den Schwimmvereinen, der Wasserwacht und der Öffentlichkeit zugutekommen. Patricia Steinberger betont: „Landshut ist gewachsen, das Angebot an Wasserflächen aber nicht. Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit konkurrieren um knappe Zeiten. Das ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Prioritäten – und die wollen wir ändern.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem bezahlbaren Wohnraum. Die Ausschussgemeinschaft fordert, dass die Stadt der Landshuter Stadtbau GmbH gezielt geeignete städtische Grundstücke zur Verfügung stellt. Damit soll die kommunale Wohnungsbaugesellschaft in die Lage versetzt werden, dauerhaft bezahlbare Mietwohnungen zu schaffen und dem angespannten Wohnungsmarkt aktiv entgegenzuwirken. Gerd Steinberger fordert mehr Entschlossenheit: „Der Markt wird das Wohnungsproblem nicht lösen. Wenn die Stadt nicht aktiv Bodenpolitik betreibt und der Stadtbau Grundstücke zur Verfügung stellt, verlieren wir dauerhaft die Steuerungsmöglichkeit“

Auch der Sport und Klimaschutz findet sich in den Anträgen wieder: Für den TV 64 Landshut soll eine Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromnutzung auf dem Vereinsgebäude geprüft und umgesetzt werden. Ziel ist es, die stark gestiegenen Energiekosten des Vereins dauerhaft zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz zu leisten. Anja König kritisiert die Situation vieler Vereine: „Unsere Sportvereine halten die Stadtgesellschaft zusammen – und kämpfen gleichzeitig ums finanzielle Überleben. Das darf man nicht länger mit warmen Worten begleiten, sondern muss konkret handeln.“ Zur geplanten PV-Anlage beim TV 64 Landshut ergänzt König: „Klimaschutz darf nicht nur Appell sein. Wenn wir Vereine bei der Eigenstromerzeugung unterstützen, entlasten wir sie finanziell und erreichen unsere Klimaziele ganz praktisch.“

Darüber hinaus beantragt die Ausschussgemeinschaft Haushaltsmittel für die Sanierung des Tribünendachs der Spielvereinigung Landshut. Angesichts des baulichen Zustands und möglicher höherer Anforderungen bei einem Aufstieg in die Bayernliga soll die Sportstätte zukunftsfähig, sicher und attraktiv für Zuschauerinnen und Zuschauer gemacht werden. Falk Bräcklein betont mit Blick auf die Spielvereinigung Landshut: „Sportlicher Erfolg darf nicht an maroder Infrastruktur scheitern. Wer den Sportstandort Landshut ernst nimmt, muss auch bereit sein, in Sicherheit und Qualität der Anlagen zu investieren.“

„Unsere Haushaltsanträge stehen für eine Stadtpolitik, die soziale Verantwortung, Sportförderung, Klimaschutz und Daseinsvorsorge zusammendenkt“, sind sich die Mitglieder der Ausschussgemeinschaft sicher. Entscheidend sei, frühzeitig Planungssicherheit zu schaffen und gezielt dort zu investieren, wo die Menschen in Landshut unmittelbar profitieren.

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Einhausung des Schwimmerbeckens (Herrenbecken) des Stadtbads Landshut

 

Haushaltsantrag:

Im Haushalt der Stadt Landshut werden für das Haushaltsjahr 2026 Haushaltsmittel für die

Planung und Umsetzung einer Einhausung (z. B. Cabriodach / Traglufthalle) des 50-mSchwimmerbeckens (4 Bahnen, Herrenbecken) des Stadtbads Landshut in den Haushalt 2026 sowie in die entsprechende Finanzplanung einzustellen.

Begründung:

Mit der Maßnahme soll die verfügbare Wasserfläche in der rund achtmonatigen Hallenbadsaison an die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Landshut angepasst werden. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Bevölkerung deutlich gewachsen, während gleichzeitig Wasserflächen durch die Schließung der Schulbäder Wolfgang und Seligenthal weggefallen sind.

Durch die Einhausung des Herrenbeckens kann der Schulschwimmbetrieb, der Trainingsbetrieb der Schwimmvereine (u. a. Schwimmen, Triathlon, Tauchen), der Einsatz der Wasserwacht sowie die Nutzung durch die Öffentlichkeit dauerhaft sichergestellt und stabilisiert werden. Insbesondere in den Wintermonaten besteht ein erheblicher Engpass bei verfügbaren Wasserzeiten, der durch die Maßnahme deutlich entschärft werden kann. Die Notwendigkeit einer Erweiterung der nutzbaren Wasserflächen wurde bereits in früheren Beratungen thematisiert und bestätigt. Eine Einhausung stellt eine vergleichsweise flexible und wirtschaftliche Lösung dar, um kurzfristig und nachhaltig zusätzliche

Hallenwasserflächen zu schaffen, ohne einen vollständigen Neubau realisieren zu müssen. Mit der frühzeitigen Einstellung der erforderlichen Haushaltsmittel wird Planungssicherheit geschaffen und die Voraussetzung für eine zeitnahe Umsetzung der Maßnahme gelegt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge, zur Gesundheitsförderung sowie zur Unterstützung des Schul- und Vereinssports in der Stadt Landshut.

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Bereitstellung geeigneter Grundstücke für die Landshuter Stadtbau GmbH zur

Schaffung von bezahlbarem Wohnraum

Haushaltsantrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der Haushaltsplanung geeignete städtische Grundstücke zur Übertragung bzw. Einbringung an die Landshuter Stadtbau GmbH bereitzustellen, um dort städtische, dauerhaft bezahlbare Mietwohnungen zu errichten. Hierfür sind die erforderlichen haushaltsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen und die Maßnahme in die Finanzplanung aufzunehmen.

Begründung:

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum stellt in der Stadt Landshut weiterhin eine der größten sozialen Herausforderungen dar. Insbesondere Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen, Familien, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren sowie systemrelevante Berufsgruppen sind zunehmend von steigenden Mieten und einem angespannten Wohnungsmarkt betroffen.

Die Landshuter Stadtbau GmbH ist das zentrale Instrument der Stadt zur Schaffung, Sicherung und dauerhaften Bereitstellung von sozial gebundenem und bezahlbarem Wohnraum. Um diese Aufgabe wirksam erfüllen zu können, benötigt die Stadtbau langfristig Zugriff auf geeignete Grundstücke. Ohne eine aktive Bodenpolitik der Stadt können notwendige Neubauprojekte nur eingeschränkt oder gar nicht realisiert werden.

Die Ausstattung der Landshuter Stadtbau GmbH mit städtischen Grundstücken ermöglicht:

  • die Schaffung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum in kommunaler Hand,
  • eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung,
  • die Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes und
  • die Sicherung kommunaler Steuerungs- und Einflussmöglichkeiten bei der Wohnraumpolitik.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Bau- und Grundstückskosten ist es erforderlich, vorhandene städtische Flächen strategisch einzusetzen und dem spekulativen Markt zu entziehen. Die Bereitstellung von Grundstücken an die Stadtbau stellt eine nachhaltige Investition in die soziale Infrastruktur der Stadt dar und stärkt die Daseinsvorsorge. Die frühzeitige Verankerung dieser Zielsetzung im Haushalt und in der Finanzplanung ist notwendig, um Planungssicherheit zu schaffen und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum konsequent voranzubringen.

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PV-Anlage TV 64

 

Haushaltsantrag:

Im Haushalt der Stadt Landshut werden für das Haushaltsjahr 2026 Haushaltsmittel zur Planung und Installierung einer Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromnutzung auf dem Gebäude des TV 64 Landshut e. V. eingestellt.

Die Verwaltung wird beauftragt, die technische Umsetzbarkeit zu prüfen und die Maßnahme ggf. unter Einbindung bestehender Förderprogramme umzusetzen.

Begründung:

Der TV 64 Landshut e. V. ist mit rund 800 Mitgliedern ein wichtiger Breitensport- und Nachwuchsträger im Osten der Stadt und leistet einen erheblichen Beitrag zur sozialen Infrastruktur sowie zur Gesundheitsförderung in Landshut.

Wie jüngst in der Landshuter Zeitung berichtet wurde, sieht sich der Verein – trotz einer vor einigen Jahren durchgeführten energetischen Sanierung der Sporthalle – weiterhin mit erheblichen finanziellen Belastungen konfrontiert. Zwar konnten durch die Sanierung Einsparungen von rund 20 Prozent bei den Energiekosten erzielt werden, diese werden jedoch durch die massiv gestiegenen Energiepreise vollständig kompensiert. Die laufenden Energiekosten liegen mittlerweile wieder auf dem Niveau vor der Sanierung.

Gleichzeitig steigen Personal- und Sachkosten kontinuierlich an, während die Einnahmenseite kaum noch ausbaufähig ist. Moderate Beitragserhöhungen oder zusätzliche Einnahmen im Gastronomiebereich stoßen an klare Grenzen, Spenden und Sponsoring werden angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage zunehmend schwieriger. Bereits heute ist der Verein auf externe Unterstützung angewiesen, um den laufenden Betrieb sicherzustellen.

Die Installation einer Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromnutzung stellt vor diesem Hintergrund einen nachhaltigen, wirtschaftlich sinnvollen und zukunftsorientierten Schritt dar. Sie würde:

  • die laufenden Energiekosten des Vereins dauerhaft senken,
  • die Abhängigkeit von externen Energiepreisentwicklungen reduzieren, einen aktiven Beitrag zum kommunalen Klimaschutz leisten und
  • die langfristige Sicherung des Sportbetriebs unterstützen.

Gerade vor dem Hintergrund der bereits erfolgten energetischen Sanierung ist die Ergänzung durch eine PV-Anlage konsequent und sinnvoll. Die Stadt Landshut würde damit nicht nur einen wichtigen Verein stärken, sondern zugleich ihre eigenen klimapolitischen Ziele unterstützen.

Aus diesen Gründen ist die Einstellung entsprechender Haushaltsmittel gerechtfertigt und erforderlich.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Bau- und Grundstückskosten ist es erforderlich, vorhandene städtische Flächen strategisch einzusetzen und dem spekulativen Markt zu entziehen. Die Bereitstellung von Grundstücken an die Stadtbau stellt eine nachhaltige Investition in die soziale Infrastruktur der Stadt dar und stärkt die Daseinsvorsorge. Die frühzeitige Verankerung dieser Zielsetzung im Haushalt und in der Finanzplanung ist notwendig, um Planungssicherheit zu schaffen und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum konsequent voranzubringen.

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Sanierung des Tribünendachs der Spielvereinigung Landshut

 

Haushaltsantrag:

Im Haushalt der Stadt Landshut werden für das Haushaltsjahr 2026 Haushaltsmittel für die Sanierung des Tribünendachs der Spielvereinigung Landshut eingestellt.

Die Verwaltung wird beauftragt, den baulichen Zustand zu prüfen, den erforderlichen Sanierungsumfang zu ermitteln und die Maßnahme zeitnah umzusetzen.

Begründung:

Die Spielvereinigung Landshut ist ein traditionsreicher Sportverein und ein wichtiger Bestandteil des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens in der Stadt. Der Verein leistet insbesondere im Jugend- und Amateurbereich einen bedeutenden Beitrag zur sportlichen Entwicklung und zur Integration junger Menschen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen sportlichen Entwicklung ist die Sanierung des

Tribünendachs von besonderer Dringlichkeit. Die Mannschaft der Spielvereinigung Landshut hat realistische Chancen auf den Aufstieg in die Bayernliga. Ein solcher Aufstieg wäre nicht nur ein sportlicher Erfolg für den Verein, sondern würde auch die Wahrnehmung der Stadt Landshut als Sportstandort deutlich stärken.

Mit einem Aufstieg in die Bayernliga gehen jedoch höhere Anforderungen an die sportliche Infrastruktur einher. Dazu zählen insbesondere funktionale und sichere Zuschauerbereiche. Das bestehende Tribünendach weist Sanierungsbedarf auf und entspricht in seinem derzeitigen Zustand langfristig weder den Anforderungen an Sicherheit, Witterungsschutz noch an die Attraktivität der Sportstätte für Zuschauerinnen und Zuschauer.

 

Eine Sanierung des Tribünendachs ist daher notwendig, um:

  • die Sicherheit und den Schutz der Besucherinnen und Besucher dauerhaft zu gewährleisten,
  • die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen möglichen Bayernliga-Spielbetrieb zu erfüllen,
  • den Verein bei seiner sportlichen Weiterentwicklung zu unterstützen und
  • die Sportanlage insgesamt aufzuwerten und zukunftsfähig zu machen.

Die frühzeitige Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel ist sinnvoll, um bei einem möglichen Aufstieg handlungsfähig zu sein und kurzfristige, kostenintensive

Übergangslösungen zu vermeiden. Die Maßnahme stellt somit eine nachhaltige Investition in den Sportstandort Landshut dar.

Anja König (SPD)            Gerd Steinberger (SPD)                   Patricia Steinberger (SPD)

Falk Bräcklein (mut)

 

Foto: SPD/mut

 

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